Presse
Bekenntnisse eines Irren
Artikel über “Das stinknormale Leben eines Irren”, erschienen am 13. April 2012 in den Lübecker Nachrichten.

BILD-Zeitung Bericht
Artikel über den underDog Verlag, erschienen am 17. März 2012 in der BILD-Zeitung Leipzig.
Radio-Interview
Olaf Junge – Interview Radio Talentfabrik
Alsternet / 23.03.2012 / tohus gGmbH
Das stinknormale Leben eines Irren: Vom ersten Joint zum selbstverfassten Buch
Im vergangenen Sommer war Torsten Stoffer, Klient der tohus gGmbH in Stormarn, noch unsicher, ob sein Lebenstraum überhaupt in Erfüllung gehen könnte. Mit einem autobiografischen Manuskript unter dem Arm suchte er einen Verlag für die Veröffentlichung seiner Lebensgeschichte – zunächst vergeblich. Doch jetzt ist diese unter dem Titel „Das stinknormale Leben eines Irren“ im Verlag underDog erschienen, mit 368 Seiten ein richtiges Buch und Torsten Stoffer freut sich kolossal: „Das ist wie ein kleiner Geburtstag.“
Mit der Schilderung seines Schicksals will Torsten Stoffer sich für eine tabufreie Auseinandersetzung über psychische Erkrankungen einsetzen und vor der „Suchtfalle“ warnen. Denn der Konsum von Drogen hat ihn fast sein ganzes Leben lang begleitet. Mit 10 Jahren entdeckt er den Alkohol für sich. Mit 14 raucht er zusammen mit seinem Bruder den ersten Joint und hat eine Vision: Am nächtlichen Himmel entdeckt er die Offenbarung des Johannes. Er schnüffelt Eisspray und Wundbenzin. Mit 17 Einweisung in die geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses. Er verweigert die Behandlung, verschwindet einfach.
Dann zieht er nach Hamburg in eine Wohngemeinschaft. Dort folgen weitere Drogenexperimente, Beziehungen scheitern, drei Kinder bleiben als Erinnerung, er wird obdachlos. Mit 30 Jahren macht Torsten Stoffer seine erste Entgiftung, ist wenig später jedoch wieder auf Droge. Zwei Jahre später die Wende: Eine Lübecker Sozialarbeiterin der Heilsarmee fährt ihn ins Heinrich Sengelmann Krankenhaus in Bargfeld-Stegen. Dort macht er seine zweite Entgiftung und bekommt einen Platz in einem Wohnheim der tohus gGmbH. Im Zuge der therapeutischen Gespräche versucht er, positiv zu denken. Sein Lieblingscredo wird: „Folge deinem Glücksgefühl und mache das, woran du wächst.“
Zurzeit ist sein Glücksgefühl komplett, auch wenn die Vorstellung und Bewerbung seiner Autobiografie auf der Leipziger Buchmesse ihn ziemlich angestrengt hat. Die Bildzeitung berichtet über sein Buch und seinen Verlag, nennt diesen den Verlag der Außenseiter – mit durchaus respektvollem Unterton. Zwei Tage hält er auf der Buchmesse durch, dann fährt ihn sein Verleger Olaf Junge wieder nach Bad Oldesloe, wo Torsten Stoffer in einer Wohnung der tohus gGmbH wohnt. Und schon dreht das Glücksrad sich weiter: Die Lübecker Nachrichten wollen seine Lebensgeschichte kennenlernen, weitere Medien folgen. Eine mediale Aufmerksamkeit, die ganz neu für den Jungautor ist.
Vielen Lesern mögen die Erlebnisse Torsten Stoffers bizarr anmuten, spannend ist sein Lebensweg allemal. Und er zeigt, dass man mit der richtigen Unterstützung seine Perspektiven immer wieder neu entwickeln kann. „Das stinknormale Leben eines Irren“ kostet 12,90 Euro und kann unter www.underdog-verlag.de bestellt werden.
Text:
Kay Ingwersen, 23.03.2012
Bericht im Magazin “Forum Sozial”.
Artikel über den underDog Verlag.
Bericht im Magazin “Forum Sozial” (PDF)
Bericht in der “Hamburger MorgenPost” (MoPo).
Artikel über Olaf Junge.
Artikel in der Hamburger MorgenPost (PDF)

